The orb was moving above a wooded slope at about 22:00hrs and was half as large in size as a full moon and completely soundless.
So impressed was Ernst, he grabbed his video camera and began filming, all the while trembling with the cold weather and excitement as he captured the light floating over the slope edge, illuminating the forest as it traveled.
According to German air traffic control in Stuttgart nothing unusual was detected in the area and it was suggested that Ernst Adam and his daughter had actually observed an aircraft with its landing lights on heading towards Geislingen, in order to then finally turn off northwestward to the airport.
original report
GEISLINGEN Als die 13-jährige Natascha Adam am Dienstagabend gegen 22 Uhr auf dem Heimweg zur Gassenäckerstraße war, sah sie überm bewaldeten Hang der Heiligenäcker ein helles Licht schweben. Halb so groß wie der Vollmond sei es gewesen und ganz still gestanden, berichtet sie.
Daheim angekommen, hat sie ihren Vater auf das Objekt aufmerksam gemacht, der so beeindruckt davon war, dass er zur Videokamera griff, deren Akkuladung gerade noch zwei Minuten reichte.
Was der Mann, vor Kälte und Aufregung zitternd, damit dokumentierte, ist eine über der Hangkante schwebende Lichtquelle. Eine zweite hebt sich viel kleiner, weil vermutlich weiter entfernt, vom schwarzen Nachthimmel ab.
Rund eine Viertelstunde lang, so schätzt Ernst Adam, sei das Objekt geräuschlos still gestanden und habe sogar den Hangwald im oberen Bereich erleuchtet. Als sich dann "von rechts", also aus Richtung Unterem Filstal, ein Passagierflugzeug genähert habe, sei das Licht abrupt erloschen.
Was wie ein unbekanntes Flugobjekt, abgekürzt Ufo, erscheinen mag, ist für die Deutsche Flugsicherung in Stuttgart nichts Ungewöhnliches. Dort geht man davon aus, dass Ernst Adam und seine Tochter ein Flugzeug gesehen haben, das mit angeschalteten Landescheinwerfern direkt auf Geislingen zugeflogen sei, um dann schließlich nordwestwärts zum Flughafen abzudrehen.
Scheinwerfer, die direkt auf den Beobachter zuflögen, erweckten den Eindruck, am Nachthimmel still zu stehen, gibt eine Sprecherin der Flugsicherung zu bedenken. Das plötzliche Erlöschen des Lichts wird mit dem Abdrehen des Flugzeugs begründet. Denn sobald die Scheinwerfer nicht mehr in die Richtung des Beobachters strahlten, sehe es so aus, als seien sie abgeschaltet worden - dieser Effekt ergebe sich insbesondere in klaren Nächten, wenn das weggedrehte Licht nicht durch Dunst oder Nebel reflektiert werde.
Dem Fluglotsen, der am Dienstagabend im Stuttgarter Tower Dienst hatte, sei jedenfalls nichts Außergewöhnliches aufgefallen, betonte die Sprecherin.
Dieser möglichen Erklärung halten die Adams entgegen, dass sie nirgendwo die flugzeugtypischen rot-grünen Blinklichter gesehen hätten.
Dass Ufo-Sichtungen in Deutschland voriges Jahr zugenommen haben, hat erst jüngst das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet. Von den 286 offiziellen Meldungen erstreckten sich sehr viele auf den Südwesten der Republik.
Doch statt fliegender Untertassen außerirdischer Herkunft, wie sie häufig mit dem Begriff "Ufos" verbunden werden, entdecken seriöse Ermittler bei den erklärbaren Phänomenen meist nur Lichterscheinungen.
Im vergangenen Sommer haben dazu vielfach Miniatur-Heißluftballons beigetragen, die neuerdings gerne bei Freiluft-Partys in den Himmel steigen - ein Brauch, der aus Südostasien stammt. Die fliegenden Laternen, die meist im Dutzend losgelassen werden und mehrere hundert Meter in die Höhe steigen können, erwecken am Nachthimmel den Eindruck lautlos in Formation fliegender Ufos.